„Peinlich“ – Experten kritisieren selbstgefälligen Raucherbericht der EU
Zusammenfassung
Ein aktueller Bericht der Europäischen Kommission zur Bewertung der Tabakkontrollmaßnahmen der EU hat scharfe Kritik von Experten hervorgerufen, die ihm unbegründete Selbstgefälligkeit und eine voreingenommene Haltung gegenüber der Schadensminimierung beim Tabakkonsum vorwerfen. Der Bericht behauptet einen Rückgang der Raucherquote von 28 % auf 24 % seit 2012 und führt dies auf traditionelle Tabakpolitik zurück. Befürworter wie Martin Cullip weisen jedoch auf den deutlich größeren Erfolg in Ländern wie Großbritannien und Schweden hin, die Nikotindämpfer und orale Snus-Produkte akzeptiert haben. Kritiker argumentieren, dass der Bericht die positiven Auswirkungen dieser sichereren Nikotinprodukte ignoriert und die widerlegte „Gateway“-Theorie wiederbelebt. Dr. Konstantinos Farsalinos und Dr. Fabio Beatrice betonen das Versäumnis des Berichts, die Vorteile des Umstiegs auf sicherere Alternativen anzuerkennen, und seine fehlerhafte Methodik. Bedenken werden auch hinsichtlich der Autorenschaft des Berichts geäußert, da der Vertrag an ein Konsortium vergeben wurde, das von Anti-Vaping-Organisationen wie Bloomberg Philanthropies finanziert wird, was zu Vorwürfen einer inhärenten Voreingenommenheit führt. Experten warnen, dass die Schlussfolgerungen des Berichts negative Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit haben und wirksame Tabakkontrollstrategien in Europa behindern könnten.
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