Vape-Geräte und Geschmacksrichtungen wirken sich unterschiedlich auf Gene aus
Zusammenfassung
Eine kürzlich in Frontiers in Oncology veröffentlichte Studie untersuchte, wie Vaping die Genaktivität im Mundepithel beeinflusst, wobei sich dies je nach Gerätetyp, Geschmack und Intensität unterscheidet. Die Forscher analysierten Mundepithelzellen von 35 E-Zigaretten-Nutzern, 24 Rauchern und 24 Nichtrauchern. Die Ergebnisse zeigen, dass die durch Vaping verursachten genetischen Veränderungen nicht allein von der Nikotindosis abhängen, sondern von verschiedenen Expositionsfaktoren beeinflusst werden. Unter den 3124 unterschiedlich exprimierten Genen bei Vapern blieben nur eine Teilmenge signifikant verändert, wenn sie gegen verschiedene Expositionsmaßstäbe geprüft wurden, wie etwa die Gesamtkonsumtion von E-Flüssigkeit, die Vaping-Dauer und die Plasmatablettenkonzentration. Auch die Produktmerkmale beeinflussten die transkriptomische Antwort; so waren 58 % der DEGs zwischen Nutzern von dritter und mehreren Generationen Geräten gemeinsam, und die Geschmacksrichtung beeinflusste die Genaktivität, wobei 64 % der primären DEGs bei Nutzern, die regelmäßig mehrere Geschmacksrichtungen verwendeten, signifikant blieben. Die Studie deckte zudem auf, dass etwa 60 % der bei Vapern veränderten Gene auch bei Rauchern nicht verändert wurden, was darauf hindeutet, dass Vaping mit einer erheblichen Anzahl molekularer Veränderungen verbunden ist, die sich von denen, die mit Verbrennungstabak in Verbindung gebracht werden, unterscheiden. Funktionsweg-Analysen zeigten, dass sowohl Vaping als auch Rauchen Gennetze stören, die mit krebsbezogenen und zellsignalisierungsprozessen in Verbindung stehen, aber auch unterschiedliche biologische Wege beeinflussen. Die Autoren schlagen vor, dass regulatorische und Forschungsansätze die Gesundheitsrisiken berücksichtigen müssen, die von verschiedenen Geräten und Geschmacksrichtungen am Markt heute ausgehen, um die öffentliche Gesundheit und die klinische Praxis zu verbessern.
(Quelle:Medical News)