Ein Verbot neuartiger Tabakprodukte ist nur so gut wie seine Regulierung – Windhoek Observer
Zusammenfassung
Shatyohamba Haihambo, ein Barbesitzer, Arbeitgeber und Steuerzahler, äußert sich zu den vorgeschlagenen Änderungen des namibischen Tobacco Products Control Act. Er weist darauf hin, dass Betriebe wie seines seit Jahren Vapes, Nachfüllpackungen und Shisha legal verkaufen und damit Einkommen und Arbeitsplätze schaffen, in einem Land, in dem Arbeitslosigkeit eine der größten Herausforderungen ist. Gleichzeitig ist er alarmiert, dass Vaping- und Nikotinprodukte in Schulen gelangen und von Kindern genutzt werden. Er unterstützt strengere Altersverifikation, Aufklärung und härtere Strafen für Verkäufe an Minderjährige. Er warnt jedoch, dass ein vollständiges Verbot die Fehler der Zigarettenregulierung wiederholen könnte, da illegaler Tabak bereits über die Nordgrenze ins Land kommt, und dass ein Verbot die Nachfrage möglicherweise nur in informelle und illegale Kanäle verschiebt. Er stellt praktische Fragen: Haben Zoll, Strafverfolgungsbehörden und lokale Behörden genug Ressourcen, um illegale Importe zu stoppen, unerlaubte Verkäufer über soziale Medien und informelle Märkte zu überwachen und zu verhindern, dass legale Geschäfte unfair ins Visier geraten, während illegale Händler ungehindert weiterarbeiten? Kleine Unternehmen, die in Lagerbestände, Ausrüstung und Lieferantenbeziehungen rund um derzeit legale Produkte investiert haben, könnten durch abrupte Politikänderungen Arbeitsplätze und Einkommen verlieren. Er betont, dass dies kein Argument gegen die öffentliche Gesundheit sei, sondern ein Plädoyer für ausgewogene Politik. Starke Altersbeschränkungen, Lizenzsysteme, strengere Werbekontrollen und härtere Strafen für Verkäufe an Minderjährige könnten praktischer und wirksamer sein als pauschale Verbote, die schwer durchzusetzen sind. Die endgültige Gesetzgebung, so argumentiert er, sollte sowohl die öffentliche Gesundheit als auch Arbeitsplätze, Lebensgrundlagen und die Nachhaltigkeit kleiner Unternehmen schützen.
(Quelle:Windhoek Observer)