SA-Tobakgesetz: Was sich für Rauchen und Dampfen ändern könnte
Zusammenfassung
Nach einem achtjährigen Gesetzgebungsprozess führt das Parlament Südafrikas nun eine paragraphenweise Prüfung des Tobacco Products and Electronic Delivery Systems Control Bill durch. Das Gesetz zielt darauf ab, den bestehenden Tabakkontrollrahmen, der der Dampfer-Boom vorausging, zu aktualisieren und E-Zigaretten und Dampfer ausdrücklich einzubeziehen. Zu den wichtigsten vorgeschlagenen Änderungen gehören 100% rauchfreie Innenräume in der Öffentlichkeit, die Möglichkeit, bestimmte Außenbereiche für rauchfrei zu erklären, neutrale Verpackungen mit grafischen Warnungen, ein Verbot von Schaufensterauslagen an Verkaufsorten sowie Werbe- und Automatenverkaufsbeschränkungen für alle Tabak- und Nikotinprodukte. Entscheidend hat das Parlament offiziell eine Unterscheidung zwischen verbrennbaren Produkten (wie Zigaretten) und nicht verbrennbaren Produkten (wie Dampfern) anerkannt und damit das Prinzip einer 'Differenzierung' und 'Risikominderung' im endgültigen Gesetzestext signalisiert. Dies erkennt unterschiedliche Risikoprofile an, unterwirft sie aber trotzdem strengeren Regulierungen. Das Gesetz befasst sich auch mit dem anhaltenden Problem des großen illegalen Zigarettentests Südafrikas, der auf 60% des Verkaufs geschätzt wird, den die Tabakindustrie durch strengere Gesetze verschlimmert sehen könnte. Gesundheitsexperten argumentieren jedoch, dass der illegale Handel ein Durchsetzungsproblem sei. Das Gesetz muss noch das Ausschussstadium abschließen, die Nationalversammlung und den Nationalrat der Provinzen passieren, bevor es vom Präsidenten in Kraft gesetzt werden kann.
(Quelle:explain.co.za)