AHA-Journal-Studie: WS-23 verdreifacht vorzeitige Herzschläge, löst Bedenken über Kühlmittel in E-Zigaretten aus
Zusammenfassung
Eine Forschungsgruppe der University of Louisville veröffentlichte eine Studie in der American Heart Association-Zeitschrift Circulation: Arrhythmia and Electrophysiology. Die Studie, geleitet von Alex Carll, untersuchte die Auswirkungen synthetischer Kühlmittel, insbesondere WS-3 und WS-23, die in E-Zigaretten verwendet werden, um eine kühlende Wirkung ohne ausgeprägten Geschmack zu erzeugen. Die Forscher stellten fest, dass diese Kühlmittel die elektrische Aktivität des Herzens stören können. In Tierversuchen verdoppelte sich die Häufigkeit vorzeitiger Herzschläge durch WS-23 im Vergleich zu Aerosolen, die nur Nikotin und Lösungsmittel enthielten. Die Studie wies zudem darauf hin, dass der Kontakt mit Kühlmitteln mit einer erhöhten Herzfrequenz und einer verlangsamten elektrischen Aufladung zwischen den Schlägen verbunden war. Während die Mittel die normale Ruhetaktik in kultivierten menschlichen Herzzellen nicht signifikant veränderten, verlangsamten sie den Gesamtrhythmus, wenn hormoneller Stress simuliert wurde. Die Forscher schlossen daraus, dass synthetische Kühlmittel Arrhythmien verursachen könnten, indem das Herz elektrisch zu früh oder zu spät für den nächsten Schlag bereit ist. Die Studie unterstreicht das rasante Wachstum von Kühlmitteln im E-Zigarettenmarkt, wobei die Umsätze zwischen 2020 und 2023 um 872,1 % stiegen. Die Autoren empfehlen, dass Regulierungsbehörden bei Bestätigung weiterer Studien, dass solche Zusatzstoffe die schädlichen kardiovaskulären Wirkungen des Vaporisierens verstärken, Grenzen für die Konzentration von Kühlmitteln in E-Zigaretten berücksichtigen sollten.
(Quelle:2Firsts)