Kühlende Inhaltsstoffe in E-Zigaretten könnten unregelmäßige Herzschläge verursachen
Zusammenfassung
Aromastoffe in E-Zigaretten galten lange als weniger wichtig als Nikotin, doch Forschende untersuchen zunehmend mögliche eigene Gesundheitswirkungen von Kühlstoffen. Menthol sowie synthetische Verbindungen wie WS-3 und WS-23 aktivieren den Kälterezeptor TRPM8 und erzeugen ein kühlendes Gefühl, ohne die Temperatur des eingeatmeten Aerosols tatsächlich zu senken. Dadurch kann das Dampfen glatter und weniger reizend wirken, was tiefere oder häufigere Inhalation begünstigen könnte. In einer Mäusestudie erhöhten Aerosole mit Menthol Herzfrequenz, Blutdruck und Epinephrinwerte und führten häufiger zu ventrikulären Extrasystolen; einige Veränderungen der Herzrhythmusregulation waren noch Wochen später nachweisbar. Laborstudien deuten zudem darauf hin, dass manche Aromastoffe Gefäßinnenwände schädigen, Entzündungen und Zellstress fördern und Zellen anfälliger für Absterben machen können, teilweise ohne Nikotin. Bewiesen ist nicht, dass Kühlgeschmäcker beim Menschen Herzerkrankungen verursachen, doch die Stoffe scheinen biologisch wirksam zu sein und benötigen weitere Untersuchungen.
(Quelle:The Conversation)