Südafrika: Südafrika kann die Tuberkulose nicht beenden, solange Tabak- und Nikotinabhängigkeit ungeprüft bleiben
Zusammenfassung
Professor Lekan Ayo-Yusuf macht deutlich, dass Südafrika die Tuberkulose (TB) nicht erfolgreich beenden oder Menschen mit HIV schützen kann, ohne die Tabak- und Nikotinabhängigkeit anzugehen. Er weist darauf hin, dass Rauchen die Immunantwort schwächt und das TB-Risiko erhöht; für einige HIV-positive Menschen in Südafrika könne das Rauchen die Lebenserwartung stärker senken als das Virus selbst. Der Autor äußert sich besorgt über die Zunahme von Vaping- und Nikotinprodukten, die gezielt Jugendliche ansprechen, und weist die Argumente der Industrie zur "Schadensbegrenzung" zurück.
Er fordert das Parlament auf, den Tobacco Products and Electronic Delivery Systems Control Bill zu verabschieden, der eine Regulierung von Verpackungen, Werbung und rauchfreien Zonen vorsieht. Ayo-Yusuf argumentiert, dass der Widerstand der Industrie – basierend auf Behauptungen über illegalen Handel und Arbeitsplatzverluste – ein Ablenkungsmanöver sei, da der illegale Handel ein Governance-Problem darstelle und die wirtschaftliche Belastung durch rauchbedingte Krankheiten weitaus höher sei. Er kommt zu dem Schluss, dass die Verabschiedung des Gesetzes eine dringende Notwendigkeit zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und künftiger Generationen ist.
(Quelle:allAfrica.com)