Gesetzeslücken machen die Bekämpfung illegaler E-Zigaretten schwierig
Zusammenfassung
Seit Inkrafttreten der Vaping-Reformen im Januar 2024 haben die Behörden über 20 Millionen illegale E-Zigaretten im Wert von über 1 Milliarde Dollar beschlagnahmt. Die australische Grenzschutzbehörde (ABF) beschlagnahmte 19,4 Millionen Produkte im Wert von 974 Millionen Dollar, während das Therapeutic Goods Administration (TGA) 2,2 Millionen illegale Produkte im Wert von 110,5 Millionen Dollar entfernte. Das TGA meldete einen 300-fachen Anstieg bei Online-Werbungsentfernungen, wobei 8.706 Anzeigen im Jahr 2024/25 entfernt wurden, im Vergleich zu nur 29 im vorherigen Geschäftsjahr. Forscher wie Becky Freeman und Wayne Hall begrüßen die Beschlagnahmen, weisen jedoch auf erhebliche Herausforderungen hin. Professorin Freeman bemerkte, dass obwohl Werbeverbote effektiv seien, Gesetzeslücken bestehen, insbesondere bei Social-Media-Plattformen wie Meta, die internationalen Tabakunternehmen das Posten von Inhalten ohne bezahlte Werbung ermöglichen. Professor Hall beobachtete, dass Online-Marketer immer kreativer werden und Codewörter verwenden, um Beschränkungen zu umgehen. Beide Experten argumentieren, dass Australiens System von verschreibungspflichtigen Vapes nicht effektiv funktioniert, da Ärzte nur selten verschreiben und Apotheken die Produkte selten vorrätig halten. Sie fordern ein reguliertes legalen Marktmodell ähnlich wie in Neuseeland und Großbritannien, um die Produkttypen besser zu kontrollieren und Altersbeschränkungen durchzusetzen.
(Quelle:Australian Broadcasting Corporation)