Kann die EU Rauchen und Vaping stoppen? Nicht ganz, aber sie kann die Steuern erhöhen.
Zusammenfassung
Die Europäische Kommission hat einen umfassenden Vorschlag zur Überarbeitung der Tabaksteuerrichtlinie vorgelegt, der die Mindeststeuern auf Zigaretten um 139 % erhöhen und EU-weite Mindeststeuern auf E-Zigaretten, erhitzte Tabakprodukte und Nikotinbeutel einführen würde. Der Vorschlag befindet sich noch in der Verhandlung, da er die einstimmige Zustimmung aller 27 EU-Mitgliedstaaten erfordert. Rauchen ist nach wie vor weit verbreitet: Etwa 24 % der Europäer rauchen, jährlich werden rund 300 Milliarden Zigaretten verkauft, und rauchbedingte Krankheiten verursachen etwa 700.000 Todesfälle und Kosten von geschätzten 25 Milliarden Euro im Gesundheitswesen. Aktuelle Tabakregeln haben dazu beigetragen, die Zahlen zu senken, können aber mit dem Aufkommen neuer Nikotinprodukte und Online-Marketing nicht Schritt halten, was die nächste Generation betrifft. Laut der Weltgesundheitsorganisation verwenden 11,6 % der Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren in der europäischen Region Produkte wie E-Zigaretten, erhitzte Tabakgeräte oder Nikotinbeutel. Die Kommission möchte diese Produkte erstmals auf EU-Ebene besteuern und das Tabaküberwachungssystem erweitern, um den illegalen Handel zu bekämpfen. Bei Annahme würde die überarbeitete Richtlinie die Preise für Zigaretten und viele alternative Nikotinprodukte erhöhen und die Compliance-Kosten für Tabakunternehmen steigern.
(Quelle:AOL.co.uk)