Vaping ist mit erhöhtem Risiko für augenbedrohliche Erkrankungen verbunden
Zusammenfassung
Eine große koreanische Kohortenstudie, veröffentlicht im American Journal of Ophthalmology, verfolgte 179 273 Erwachsene, die 2011–2012 rauchten und bis 2018–2019 entweder mit dem Rauchen aufhörten oder auf nicht‑verbrennende Nikotinprodukte wie Vapes umstiegen. Während bis zu sechs Jahren wurden die Entstehung von Katarakt, Glaukom, altersbedingter Makuladegeneration, diabetischer Retinopathie sowie refraktiven und Akkommodationsstörungen erfasst. Die Forscher fanden ein leicht erhöhtes Risiko von 7 % für augenbedrohliche Erkrankungen bei Vaping im Vergleich zu vollständigem Nikotinabbruch. Das Risiko war besonders bei diabetischer Retinopathie am höchsten, wobei Vaping‑Nutzer ein 24 % höheres Auftreten dieser Erkrankung aufwiesen. Die Autoren betonten, dass der Ersatz von Zigaretten durch Vaping keine visuelle Unbedenklichkeit garantiert und die vollständige Nikotinabstinenz das bevorzugte Ziel sein sollte.
(Quelle:Association of Optometrists (AOP))